Hallo zusammen

Schreibt hier über Eure Erfahrungen beim Einsatz von Colostrum bei Tieren.
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TA Flatemersch
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Colostrumeinsatz beim Tier

Beitrag von TA Flatemersch » 17.12.2008, 20:01

Hallo zusammen,
nach längerer Suche im Netz nach Beiträgen zur Anwendung von Colostrum beim Tier, bin ich nun hier im Portal gelandet. Seit ca. 10 Jahren arbeite ich als Tierarzt mit Colostrum im Kleintier-,wie auch im
Großtierbereich. Leider gibt es so gut wie keinen Erfahrungsaustausch über die Colostrumanwendung. Selbsterfahrungswerte sind die einzigen Anhaltspunkte zur Wirkung von Colostrum. Hier im Forum sind bis jetzt leider auch nur wenige, wenn auch positive Rückmeldungen zum Colostrumeinsatz beschrieben. Ãœber einen regen Erfahrungsaustausch, oder Fragen zu Colostrum, würde ich mich sehr freuen. Meine Behandlungsergebnisse mit Colostrum sind sehr vielversprechend.

mit freundlichem Grüßen an die Colostrumanwenderschaft
TA Flatemersch

Dr. Prümmer
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Beitrag von Dr. Prümmer » 18.12.2008, 12:34

Hallo Jan,

schön, dass Du jetzt auch dabei bist. Welche Colostrum Dosierung und welche Qualität empfiehlst Du denn Pferden, die im Rennsport eingesetzt werden?

Herzliche Grüße

Marco
www.dr-pruemmer.de

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RS
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Beitrag von RS » 18.12.2008, 12:56

Hallo TA Flatemersch,

herzlich willkommen hier im Forum. :lol:

Es ist toll, jetzt hier im Forum auch einen Tierarzt dabei zu haben.

Viel Spaß hier mit uns.

Gruß,
RS

Filou
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Tierärzte und Colostrum

Beitrag von Filou » 18.12.2008, 14:59

mich würde interessieren, wie du als TA auf Colostrum aufmerksam geworden bist und ob du es in der Praxis selbst frei verkaufst oder es über jemanden empfehlen läßt. Ich möchte es meinem Tierarzt gern empfehlen, weil ich selbst positive Erfahrungen an meinem Hund gemacht habe.

TA Flatemersch
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Pferde im Rennsport

Beitrag von TA Flatemersch » 18.12.2008, 20:37

Hallo Marco,
bei Pferden, die im Rennsport gehen, empfehle ich während des Trainings
25 gr eines 20% Colostrums mit einem Fettgehalt von 10 %. In der Erholungsphase nach den Rennen genügen 12-15 gr.
Diese Dosierungen sind Eigenerfahrungen und beziehen sich auf ein
Körpergewicht des Pferdes von ca. 550-600 kg.

Gruß Jan

TA Flatemersch
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Tierärzte und Colostrum

Beitrag von TA Flatemersch » 18.12.2008, 20:51

Hallo Filou,
als Tierarzt in der Großtierpraxis hat man jeden Tag mit dem Thema Colostrum zu tun. Ohne ausreichende gute Colostrumversorgung würden wir kein Kalb, Ferkel oder Fohlen groß bekommen. Dieser Grundsatz besteht seit tausenden von Jahren, wird in praxi aber leider oft übersehen bzw. nicht weiter hinterfragt. Das war der Ansatz, über den ich nachgedacht habe, um eine Verbesserung der Tiergesundheit über natürliche Faktoren zu erreichen. Da es keine Infos zum Colostrumeinsatz
bei nicht mehr säugenden Tieren gab, habe ich angefangen es einfach auszuprobieren. Heute habe ich einen gewissen Erfahrungsschatz aus dem man schöpfen kann.
Das Colostrum beziehe ich über die Fa. Medsportiv GmbH in Würselen.

Jörg
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Beitrag von Jörg » 22.12.2008, 18:02

Erstmal HALLO an Alle,

Ich habe eine Irish-Setter Hündin.
Da bei allen nicht kastrierten Hündinnen immer die Gefahr einer Gebährmuttervereiterung besteht und ich auf einer.....allerdings neuseeländischen..... Seite gelesen habe, daß dies immer mit einer Immunschwäche zu tun hat und deswegen der Einsatz von Colostrum empfohlen wird, habe ichs einfach mal gekauft.

Nun möchte ich den Herrn Dr. Flatemersch fragen, was er davon hält.

Nach dem Kauf und Verbrauch einer 100gr. Dose, habe ich jetzt eine 500gr Dose gekauft.
Von der Fa, die Herr Dr. Flatemersch oben erwähnt hat.


Jaaa und da ich selbst einfach nicht widerstehen konnte und auch schon gelesen habe, daß das Colostrum welches für Tiere angeboten wird, sich eigentlich nur bezgl. des Fettgehalts, von dem für Menschen unterscheidet, futtern wir jetzt die Dose gemeinsam leer! :D


Viele Grüße
Jörg

TA Flatemersch
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Beitrag von TA Flatemersch » 22.12.2008, 20:34

Hallo Jörg,
eine Gebärmuttervereiterung ( Pyometra ) entwickelt sich oft nach einer
Läufigkeit, deshalb auch nur bei nicht kastrierten Hündinnen. Die Infektion
wird aber durch eine aufsteigende Infektion über die Scheide verursacht.
Die Colostrumgabe kann eine eventuelle Infektion nicht verhindern, sie
kann aber der Hündin helfen, über die körpereigene Abwehr so vorbereitet zu sein, daß die Infektion im Vorfeld bekämpft wird und es nicht zu einer klinischen Pyometra kommt. Als Therapie bei einer Pyometra, die in den meisten Fällen operativ behandelt werden muß, ist Colostrum wiederum für die Rekonvaleszens sehr sinnvoll.
Zur Einnahme des Tiercolostrums würde ich Dr. Pümmer nach seiner Meinung fragen.

Viele Grüße und ein schönes Weihnachtsfest
TA Flatemersch

Jörg
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Beitrag von Jörg » 22.12.2008, 21:06

Hallo Herr Flatemersch,

vielen Dank für die Antwort.

Ja genauso wird hier, soweit mich meine bescheidenen Englischkenntnisse nicht im Stich lassen, auch geschrieben:

www . lovelyhealth.com/pyometra . htm

Was die Einnahme von Tiercolostrum betrifft, glaube ich nicht, daß Dr. Prümmer eine Antwort geben darf? :D

Ich habe schon ein wenig im Internet gestöbert und in einem älteren Forum bereits eine "Antwort" auf eine diesbezgl. Frage gefunden.
(Von einem der Colostrum Anbieter)

"Was du mit dem Colostrum machst, wenn du es erst mal zu hause hast, ist deine Sache!" :lol:

...........
Viele Grüße und allen ein schönes Weihnachtsfest
Jörg

*************************************************************
Beitrag wurde editiert.
Wie hier im Forum üblich, werden alle direkten Links zu einem Shop, auch wenn man dort noch so gute Infos erhält, gelöscht. Da müsst Ihr schon mit "copy and paste" arbeiten.
Gruß,
RS

Logo
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Beitrag von Logo » 16.01.2009, 14:17

Hallo TA Flatemersch,

haben Sie Erfahrungswerte beim Einsatz von Colostrum, um der Neigung einer stirilisierten 3jährigen Labradorhündin entgegen zu steuern, fremden Kot aufzusammeln und zu fressen? Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass dieses Problem eines der Immunisierung ist, aber vielleicht kann Colostrum trotzdem helfen? Ein Verhaltensproblem ist es bei der kleinen Dame nicht. Kurzfristig konnte Kehlkopffleisch vom Rind Linderung verschaffen.

Danke für eine Antwort
Logo

TA Flatemersch
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Beitrag von TA Flatemersch » 25.01.2009, 14:18

Hallo Logo,
die Antwort auf Deine Frage kommt etwas spät, habe zur Zeit viel Arbeit, sorry.
Das Kotfressen hat, wie Du schon vermutest nichts mit einer Immunisierung zu tun. Es könnte etwas mit dem Mineralstoff/Vitaminstoff-
wechsel zu tun haben, oder aber ein normales Revierverhalten sein, da über den Kot aus den Analdrüsen Makierungsstoffe abgegeben werden.
Durch einen eventuellen Colostrumeinsatz könntest Du nur versuchen, den Mineral und Vitaminhaushalt, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung, zu verbessern. Im Colostrum sind alle wichtigen Minerale und Vitamine in einem ausgewogenem Verhältnis enthalten.

Viele Grüße,
TA Flatemersch

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Beitrag von Logo » 25.01.2009, 17:02

Hallo TA Flatemersch,
danke für die Antwort. Die Antwort kommt nicht spät! Es ist ja kein Akutproblem, das schnellster Hilfe bedarf - oder doch!?!
Hm, Vitamin und Mineralstoffe: das wurde meines Wissens schon probiert. Allerdings in Tab.form vom Fressnapf oder so. Ohne erkennbare Superwirkung. Müsste Colostrum besser wirken und wäre AloeVera parallel für den Stoffwechsel sinnvoll, damit die Vitamine/Mineralstoffe überhaupt ankommen in der Zelle?
Ich meld mich mal, wie der Erfolg ist, wenn die Besitzerin Ihren Tipp ausprobieren sollte.
Viele Grüße
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helia
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Kuhcolostrum versus Ziegencolostrum

Beitrag von helia » 02.02.2009, 07:07

Liebe Forumsteilnehmer,

ich habe meinen stark erkrankten Rhodesian Ridgeback (10 Monate) mit Ziegencolostrum behandelt. ziegengold.net
Es hat sein sehr angegriffenes Immunsystem innerhalb von Wochen bestens stabilisiert. Aus Kostengründen bin ich jetzt nach zwei Monaten auf Kuhcolostrum umgestiegen - und bin neugierig.

Sollte Sie sich für die behandelten Viren, Bakterien und Allergien etc. als Tierarzt oder betroffener Tierhalter interessieren, senden Sie mir bitte eine Nachricht. Ich schreibe ihnen dann gerne ausführlicher...

lieber Gruss

Helia und Tambo

Beitrag wurde editiert:
Link gelöscht!
Links auf Anbieter werden grundsätzlich gelöscht.
Gruß,
RS

vamos
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Beitrag von vamos » 14.12.2010, 13:51

Hallo ,
habe ein paar Fragen , würde mich über Antwort von TA Flatemersch freuen, natürlich auch über andere fachliche Antworten.

Die Vorgeschichte :
Mein DSH-Rüde wurde mit 1,5 Jahren am Darm operiert. Danach bekamm er viele Medis : Immurek,Cortison, AB,Cimetidin.........
Zurück geblieben ist eine chronische Gastritis , Futtermittelunverdräglichkeit und B12 Mangel.

Zwischenzeitlich hatte er von Mandelentzündung bis Aspergillose so einiges.

Die Homöopathie haben wir auch schon durch.

Der momentane Stand:
Vamos ist 4,5 Jahre alt, wiegt 32 kg, bekommt nur Fisch+ Kartoffel
(R.C. Sensitivity Control) und hat ein super Fell. So alle 8-10 Tg. ist er krank, sonnst ist er top fit und sehr lebhaft. Wenn er "Krank" ist sieht das so aus : er wacht auf , hat starke Darmgeräusche , frisst nicht .Mittags erbricht er Schleim evt. mit Blut . Abends hat er Hydrantenstuhl evt. mit Blut . Anschliesend frisst er wieder und am nächsten Tag ist alles in Ordnung.
Er bekommt alle 14 Tg eine B12 Depot Spritze.

Ich lasse diese Woche nochmal eine Bakterien-Untersuchung im Sammel-Kot machen.

Nun meine Fragen:
Wieviel Colstrum ? , weches ? wie lange ? wie oft ?

Danke

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